Am Ende dieses Halbjahres steht erneut das Subjekt im Mittelpunkt. Im Werk von Egon Schiele, einem der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne nach der Jahrhundertwende, dreht sich in expressionistischer Übersteigerung alles um den tragischen, ins Sein geworfenen Menschen. Gepeinigt von Weltangst in der Krisenstimmung der Vorkriegszeit, entblößt er in hemmungsloser Selbstanalyse sein Ich durch aggressivste Verzerrung von Farbe und Form.
Die Wiener Albertina besitzt die weltweit größte Sammlung von Schieles Arbeiten auf Papier, einem Medium, das auf besonders sensible Weise geeignet ist, die Innenwelt des Künstlers zum Ausdruck zu bringen. Daraus werden wir eine reiche Auswahl des bereits 1918 mit 28 Jahren verstorbenen Künstlers zu sehen bekommen.
Führungen: Dr. Marion Tietz-Strödel
Dienstag, 31. Januar 2012, 10.45 Uhr ausgebucht
Kunstbau unter dem Königsplatz
U 2, Bus 100 Haltestelle Königsplatz
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