An bedeutsamer Stelle gegenüber dem Karlstor errichtet der Architekt Friedrich von Thiersch 1890 bis 1897 den voluminösen und repräsentativen Bau des Münchner Justizpalastes. Wenn auch nach Kriegszerstörungen teilweise nur vereinfacht wieder errichtet, bietet der monumentale Kuppelbau doch lohnenswerte Einblicke sowohl in die deutsche Rechtsgeschichte als auch in die Münchner Architektur vom Ende des 19. Jahrhunderts. Zum Abschluss wird – wenn nicht gerade aktuelle interne Erfordernisse dagegen sprechen – die neue Ausstellung über die „Weiße Rose“ einbezogen, die in mehrfacher Hinsicht auf die Vergangenheit dieses Hauses hinweist. Der Sitzungssaal 253 als Ort der Präsentation ist nicht nur wieder so eingerichtet worden wie bei den entsprechenden Prozessen 1943, er steht auch exemplarisch für die Ausrichtung der Institution während der NS-Zeit.
Führung: Dr. Annemarie Menke
Montag, 13. September 2010, 14.00 Uhr - nur noch Warteliste
Haupteingang Justizpalast, Prielmayerstr. 7
Tram 19, U 4/5, alle S-Bahnen, Haltestelle Karlsplatz/Stachus
Da im Frühjahr 2009 eine Sicherheitsschleuse eingebaut worden ist, bitte so wenig „Gepäck“ wie möglich mitbringen. |