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Führungen in München

In diesem Winterhalbjahr bieten wir Ihnen die folgenden Führungen an. Wir bitten Sie, sich telefonisch unter 089/ 99 73 89 89, per Fax unter 089/ 99 73 89 73 oder per email unter reisen@bvv-ev.de  für diese Führungen anzumelden. Nach einer entsprechenden Bestätigung Ihrer Buchungen überweisen Sie bitte den fälligen Betrag für das laufende Kalenderjahr innerhalb von vierzehn Tagen auf eines der unten angegebenen Konten, sonst müssen wir die Buchung leider annullieren. Die Zahlungen für 2012 bitte auch erst Anfang des kommenden Jahres überweisen. Barzahlung vor Ort ist nur noch ausnahmsweise möglich. Die Gebühren betragen pro Führung € 8.-- für Mitglieder und € 12.--  für Gäste. Der Museumseintritt ist in dieser Gebühr nicht enthalten, sondern zusätzlich vor Ort individuell zu bezahlen. In einigen Museen erhalten Sie jedoch einen ermäßigten Gruppentarif.
Gebühren für Führungen, die durch unvorhergesehene Ereignisse von uns abgesagt werden müssen, werden Ihnen selbstverständlich erstattet. Falls Sie Ihrerseits bereits gebuchte und bezahlte Führungen absagen müssen, schreiben wir Ihnen die Gebühr gut, wenn Sie sich bis zu zwei Wochen (geändert!)vor dem jeweiligen Termin bei uns wieder abmelden, weil dann auch für die „Nachrücker“ noch eine Terminplanung möglich ist. Bei späteren Stornierungen sind Gebührenerstattungen leider nicht mehr möglich.

    Dürer – Cranach – Holbein, Die Entdeckung des Menschen
Das deutsche Porträt um 1500
 
 

Im Zusammenhang mit den Idealen des Humanismus steht im 15. Jahrhundert eine Neubewertung des Individuums, die es ins Zentrum künstlerischen Interesses bringt, in Gestalt der neuen Gattung Porträt.
Mit Werken des Kunsthistorischen Museums in Wien und ausgewählten Zusatzleihgaben aus den bedeutendsten Museen der Welt widmet sich die Ausstellung ganz speziell dem deutschen Porträt am Übergang vom Spätmittelalter zur frühen Neuzeit. Dessen besondere Qualität besteht neben einer authentischen, oftmals schonungslos realistischen Wirklichkeitsschilderung in großem psychologischen Einfühlungsvermögen. Dabei gilt das Interesse nicht nur dem Adel, sondern auch den einfachen Menschen. Wir werden 160 hochkarätige Werke verschiedenster Gattungen von Dürer über Cranach bis Holbein sehen: Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Numismatik und Bildhauerei.

Führungen: Dr. Marion Tietz-Strödel

Freitag, 7. Oktober 2011, 13.00 Uhr ausgebucht
Dienstag, 18. Oktober 2011, 10.45 Uhr ausgebucht
Donnerstag, 20. Oktober 2011, 11.00 Uhr ausgebucht
Dienstag, 25. Oktober 2011, 13.00 Uhr ausgebucht

Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Theatinerstr. 8, alle S-Bahnen, U 3/6 Haltestelle Marienplatz

    Fächerflirt – Die Sache mit den Codes
 
 

Vom Rokoko bis zur Belle Époque war der Fächer ein wichtiges Accessoire der Damenmode und das Spiel damit ein gesellschaftliches Muss. Das Stadtmuseum präsentiert seine farbenfrohe und originelle Fächersammlung, ergänzt durch Modeabbildungen, Gemälde, Plakate und Fotografien, die Einblick in den ehemals galant beherrschten Umgang mit dem Fächer geben! Bringen Sie Ihren eigenen Fächer mit und erlernen auch Sie die erotische Sprache des Fächergestus! 

Führung: Manuela Lövenich, M.A.

Donnerstag, 13. Oktober 2011, 10.30 Uhr

Münchner Stadtmuseum
St. Jakobs-Platz 1, alle S-Bahnen, U 3/6 Haltestelle Marienplatz

    Architektur der Wunderkinder
Aufbruch und Verdrängung in Bayern 1945 - 1960
 
 

Wie politisch ist Architektur? Der beispiellose westdeutsche Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg bewegte sich zwischen zwei Extremen: Der Beschwörung eines radikalen Neuanfangs und reaktionärer Restauration. Welche Funktion kam in München dabei den Amerikanern zu?
Der Spaziergang möchte anhand ausgewählter Architekturbeispiele den Blick schärfen für die Veränderungen Münchens nach 1945, stellt herausragende Architekten der 50er und 60er Jahre vor und zeigt Umbrüche und Kontinuitäten der unmittelbaren Nachkriegsjahre auf. Was war und  was wurde nun ‚typisch München’?

Führung: Georg Reichlmayr, M.A.   

Freitag, 14. Oktober 2011, 11.00 Uhr leider wieder ausgebucht!

Treffpunkt: Karlstor am Stachus
U 4/5, alle S-Bahnen Haltestelle Karlsplatz/Stachus

    Alte Pinakothek II: Altartafeln und Historienbilder aus Renaissance und Barock
 
 

Die Malerei ist im Zeitalter von Renaissance und Barock die vielgestaltigste unter den Künsten. Im Mittelpunkt aller künstlerischen Gestaltung steht auch hier die Verbildlichungder christlichen Glaubensinhalte. So wird die ganze Fülle der religiösen Bildwelt mit neuen Gestaltungsmitteln neu interpretiert. Es entwickeln sich bisher unbekannte Bildthemen wie die ‚Sacra conversazione’. Die Verweltlichung christlicher Themen äußert sich auch darin, dass immer häufiger zeitgenössische Personen in religiösen Darstellungen als Heiligengestalten auftreten.
Mit der stilistischen Entwicklung der Renaissance- und Barockmalerei erweitern sich zugleich ihre Funktion sowie der soziologische Rahmen, in dem sie wirksam wird. Im Unterschied zur Renaissancemalerei ist das angestrebte Ziel im Barock eine überhöhte Wirklichkeit, in der Natürliches und Übernatürliches eine großartige Verbindung eingehen. Die Führung will sowohl den bildimmanenten als auch den historischen Blickwinkel erweitern und Lesarten der beiden unterschiedlichen Epochen herausarbeiten.

Dienstag, 25. Oktober 2011, 15.00 Uhr
Donnerstag, 27. Oktober 2011, 11.00 Uhr

Alte Pinakothek
Barerstraße 27, Tram 27, Bus 100 Haltestelle Pinakotheken

    Ellsworth Kelly. Schwarz & Weiß /Black and White
 
 

Der 1923 geborene Ellsworth Kelly gehört zu den wichtigsten Vertretern der Farbfeldmalerei in Amerika. Trotz einer extrem reduzierten Bildsprache leitet er seine organischen oder geometrischen Formen immer von der realen Anschauung der Wirklichkeit ab. Dabei hat er in allen Schaffensphasen seine Bildideen immer erst in schwarz/weiß erprobt, bevor die Form dann die Farbe hervorbrachte. Diese schwarz/weißen Zwischenprodukte machen inzwischen ⅓ seines Werkes aus. In enger Absprache mit dem Künstler wurden daraus die wichtigsten Arbeiten ausgewählt, an denen seine Entwicklung von 1948 bis heute exemplarisch abzulesen ist.

Führungen: Dr. Marion Tietz-Strödel

Dienstag, 15. November 2011, 13.00 Uhr nur noch Warteliste
Freitag, 18. November 2011, 10.30 Uhr nur noch Warteliste

Haus der Kunst München
Prinzregentenstraße 1, Tram 17, Bus 100 Haltestelle Haus der Kunst

    175 Jahre Alte Pinakothek: Perugino – Raffaels Meister
 
 

Vor Weihnachten wollen wir uns erneut einem alten Meister zuwenden. Die Alte Pinakothek besitzt als Ankauf König Ludwigs I. mit der ‚Marienvision des Hl. Bernhard’ ein Hauptwerk des in Perugia und Florenz tätigen Meisters Pietro Perugino. Um 1500 zählte er zu den erfolgreichsten Künstlern der italienischen Renaissance, geriet aber später in den Schatten seines genialen Schülers Raffael.
Eine Sonderausstellung mit internationalen Leihgaben widmet sich nun diesem humanistisch geprägten Werk in seiner Reifezeit um 1490 mit seinen religiös und mythologisch geprägten Arbeiten, aber auch seinen feinfühligen Porträts, die in interessantem Kontrast stehen zu den gleichzeitig in Deutschland entstandenen, wie wir sie in der Hypo-Kulturstiftung studieren konnten.

Bitte eine Kombikarte für die Sonderausstellung und das Haus kaufen!

Führungen: Dr. Marion Tietz-Strödel

Donnerstag, 24. November 2011, 13.00 Uhr ausgebucht
Donnerstag, 24. November 2011, 15.00 Uhr
Freitag, 2. Dezember 2011, 13.00 Uhr ausgebucht
Mittwoch, 21. Dezember 2011, 10.45 Uhr ausgebucht

Alte Pinakothek München, Klenzeportal an der Barerstraße
Barerstraße 27, Tram 27, Bus 100 Haltestelle Pinakotheken

    Passend zur Adventszeit: Krippen im Bayerischen Nationalmuseum
 
 

Die vielteilige Weihnachtskrippe mit einzelnen, beweglichen Figuren ist über den Umweg „Bethlehems“ entstanden – eines mobilen, jedoch in sich geschlossenen Schaustückes, meist mit Darstellung der Heiligen Familie und nur wenigen zusätzlichen Figuren. Der Weg führte von der großformatigen, stationären Wiedergabe der Weihnachtsgeschichte in Stein, Ton oder Holz auf Altären in die schier unerschöpflichen Gefilde der Kleinplastik auch in Wachs und Edelmetall
Anhand ausgewählter Beispiele aus dem Bestand des Bayerischen Nationalmuseums, vorwiegend aus der Sammlung Max Schmederer, gibt die Führung Auskunft über die Entwicklung der europäischen Krippenlandschaft in den romanischen Ländern und im Alpenraum, die seit dem 18. Jahrhundert jeweils eigenständig verlief.

Dienstag, 13. Dezember 2011, 15.00 Uhr ausgebucht
Donnerstag, 15. Dezember 2011, 11.00 Uhr

Bayerisches Nationalmuseum
Prinzregentenstraße 3, Bus 100 Haltestelle Reitmorstraße

    Jules Chéret (1836 – 1932)
Künstler der Belle Époque und Pionier der Plakatkunst
 
 

Jules Chéret, der Vater des modernen Plakats, entwickelte das Werbeplakat zu einer eigenständigen Kunstform. Der Aufschwung von Wirtschaft und Handel führte gegen Ende des 19. Jahrhunderts
zu einem großen Bedarf an Plakaten und Illustrationen, die das Stadtbild in Farbe tauchten. In der Tradition des Neorokoko, aber auch mit ersten Elementen der Moderne, widmete er sich der Werbung in allen Bereichen, vom Circus und Konzert bis hin zu Kosmetik und Arzneimitteln. Daneben wird aber auch seine weniger bekannte Seite als Maler und Dekorateur vorgestellt.

Führungen: Manuela Lövenich, M.A.

Dienstag, 10. Januar 2012, 14.00 Uhr
Donnerstag, 19. Januar 2012, 11.00 Uhr

Museum Villa Stuck
Prinzregentenstraße 60, Tram 18 Bus 100 Haltestelle Friedensengel

    Kampf um Troja – 200 Jahre Ägineten in München
 
 

Vor genau 200 Jahren entdeckte eine Gruppe von Bauforschern im antiken Heiligtum von Ägina die Giebelfiguren des Aphaia-Tempels, die der bayerische Kronprinz Ludwig bei einer Auktion erwarb. Vom Bildhauer Bertel Thorvaldsen kunstvoll ergänzt, wurden die ‚Ägineten’ 1827 in der Glyptothek aufgestellt und bilden seitdem das Glanzstück der Sammlung. Nach dem 2. Weltkrieg entfernte man die Ergänzungen, da sie sich in weiten Teilen als falsch erwiesen. Die Neuaufstellung der Ägineten wird jetzt erstmals direkt mit den Figuren in ihrer alten Aufstellung kontrastiert. Darüber hinaus werden zur inhaltlichen Deutung der Giebelskulpturen wie zur ursprünglichen Farbfassung bahnbrechende neue Vorschläge gemacht. 

Führungen: Georg Reichlmayr, M.A.   

Donnerstag, 12. Januar 2012, 14.00 Uhr ausgebucht
Dienstag, 24. Januar 2012, 14.00 Uhr ausgebucht

Glyptothek
Königsplatz 3, U 2, Bus 100 Haltestelle Königsplatz

    Egon Schiele „Das unrettbare Ich“
Aquarelle und Zeichnungen aus der Albertina
 
 

Am Ende dieses Halbjahres steht erneut das Subjekt im Mittelpunkt. Im Werk von Egon Schiele, einem der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne nach der Jahrhundertwende, dreht sich in expressionistischer Übersteigerung alles um den tragischen, ins Sein geworfenen Menschen. Gepeinigt von Weltangst in der Krisenstimmung der Vorkriegszeit, entblößt er in hemmungsloser Selbstanalyse sein Ich durch aggressivste Verzerrung von Farbe und Form.
Die Wiener Albertina besitzt die weltweit größte Sammlung von Schieles Arbeiten auf Papier, einem Medium, das auf besonders sensible Weise geeignet ist, die Innenwelt des Künstlers zum Ausdruck zu bringen. Daraus werden wir eine reiche Auswahl des bereits 1918 mit 28 Jahren verstorbenen Künstlers zu sehen bekommen.

Führungen: Dr. Marion Tietz-Strödel

Dienstag, 17. Januar 2012, 13.00 Uhr ausgebucht
Dienstag, 31. Januar 2012, 10.45 Uhr ausgebucht
Dienstag, 31. Januar 2012, 13.00 Uhr ausgebucht
Mittwoch, 1. Februar 2012, 13.00 Uhr ausgebucht

Kunstbau unter dem Königsplatz
U 2, Bus 100 Haltestelle Königsplatz

    Joseph Beuys
die soziale Rolle der Plastik
 
 

Das Reservoir der bildnerischen Arbeiten von Joseph Beuys (Krefeld 1921 – 1986 Düsseldorf) speist sich aus einer Haltung, die kompromisslos auf Totalität zielt. Plastik ist für ihn „schlechthin alles“ und alle Menschen sind Mitglieder der lebendigen Substanz dieser Welt. Schon früh, während seiner Studienzeit an der Düsseldorfer Akademie bei Ewald Mataré, entstanden Arbeiten, die Beuys später als „Batterie“ für sein weiteres Werk beschrieb, denn sie boten ihm eine unglaubliche Kraftreserve, die er fortan erschloss.
Von Anfang an geht es dem Künstler darum, eine offene Form für das beständig sich wandelnde Lebendige zu finden und Material, Form und Aussage zur Deckung zu bringen. Sein ausgeprägtes Interesse gilt der Natur, die Morphologie der Naturerscheinungen gehört zu seinen Kernthemen. Er befasst sich mit Tieren, Pflanzen und Menschen, und stets verbindet er die Erfahrung der Gegenwart mit einer archaischen Dimension. Joseph Beuys hat, über die herkömmliche Vorstellung von Plastik weit hinausgehend, als Mitglied der internationalen Fluxus- und Happening-Bewegung seit Beginn der sechziger Jahre deren neodadaistische Provokation mit dem Banalen zu einem Mysterienspiel mit kargem Inventar gesteigert.
Die Führung versucht, Urteile und Vorurteile über eine der streitbarsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts aufzudecken, sichtbar beziehungsweise nachvollziehbar zu machen und seine Werke vielleicht „neu“ zu bewerten.

Dienstag, 7. Februar 2012, 15.00 Uhr ausgebucht
Donnerstag, 9. Februar 2012, 11.00 Uhr

Pinakothek der Moderne
Theresienstraße 33, Bus 100, Tram 27 Haltestelle Pinakotheken

    Karl Hubbuch und das Neue Sehen
 
 

Karl Hubbuch, einer der wichtigsten Maler der Neuen Sachlichkeit, wird erstmals auch als Fotograf gewürdigt. Spontan und experimentierfreudig  beschäftigte er sich sowohl mit der Straßenfotografie wie mit dem Modellbild. Er machte Bewegungsstudien und inszenierte mit seinen Modellen Szenen für die Fotografie. Daneben geben seine Zeichnungen und Gemälde Einblick in sein vielfältiges Schaffen, das in spannende Wechselwirkung zur Fotografie gesetzt wird.

Führung: Manuela Lövenich, M.A.

Dienstag, 28. Februar 2012, 14.00 Uhr

Münchner Stadtmuseum
St. Jakobs-Platz 1, alle S-Bahnen, U 3/6 Haltestelle Marienplatz

Gebühren von Führungen, die durch unvorhergesehene Ereignisse von uns abgesagt werden müssen, werden selbstverständlich erstattet. Falls Sie Ihrerseits bereits gebuchte Führungen stornieren müssen, erhalten Sie Ihre Zahlungen zurück, wenn Sie sich bis zu einer Woche vor dem jeweiligen Termin bei uns telefonisch wieder abmelden. Bei späteren Stornierungen sind Gebührenerstattungen leider nicht möglich.

Stand: 23. September 2011